Erbrecht

Außergerichtliche Streitbeilegung und Auseinandersetzung von Erbengemeinschaften


Um Erbengemeinschaften auseinanderzusetzen, gibt es verschiedene Modelle der Streitschlichtung. Die Praxis hat gezeigt, dass außergerichtliche Regelungen sinnvoller und kostengünstiger sind als langjährige Gerichtsverfahren mit ungewissem Ausgang.

Wenn Sie Interesse an einer solchen einvernehmlichen Konfliktbewältigung oder Streitschlichtung haben, dann wenden Sie sich an uns. Wir können Ihnen verschiedene Modelle hierzu vorschlagen.

Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass alle Beteiligten einverstanden sind. Das Verfahren selbst muss in einer Vereinbarung schriftlich niedergelegt werden und alle Beteiligten haben diese Vereinbarung über die Streitschlichtung zu unterschreiben.


Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht


Sie möchten eine Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht aufsetzen? Gerne sind wir Ihnen dabei behilflich. Wir beraten Sie gerne und stimmen unsere Formulare auf Ihre Bedürfnisse ab.

Wenn Sie im Internet nach Patientenverfügungen oder Vorsorgevollmachten suchen, finden Sie ein reichhaltiges Angebot. Nicht alles, was Ihnen dort präsentiert wird, ist brauchbar und praktikabel.

Sie sollten auch nicht von der falschen Vorstellung ausgehen, dass die Ärzte ungeprüft jede Patientenverfügung akzeptieren und umsetzen. Auch hier gibt es aus ärztlicher Sicht Grenzen und Verpflichtungen bis hin zur Strafandrohung gegen den Arzt, wenn er nicht in eigener Verantwortung handeln würde.

Auch Vorsorgevollmachten, um fürs Alter oder sonstige Vorkommnisse gewappnet zu sein, müssen im Einzelfall durchdacht und geplant werden. Oft bietet sich eine Kombination aus Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Testament an. Alle drei Regelungsbereiche sind empfehlenswert.

Sie haben Fragen dazu? Sie möchten sich beraten lassen? Dann wenden Sie sich vertrauensvoll an unsere Kanzlei.



Unternehmensnachfolge


Unternehmensnachfolge Die Unternehmensnachfolge ist durch letztwillige Verfügung testamentarisch zu regeln. Es bieten sich im Rahmen von Gesellschaften auch gesellschaftsrechtliche Erbfolgeregelungen an.

Sowohl die testamentarische Unternehmensnachfolge wie auch die gesellschaftsrechtliche Erbregelung muss in jedem Falle auch steuerlich betrachtet werden.

Wie bei allen Regelungen mit Dauercharakter müssen solche Erbeinsetzungen je nach Veränderung der Sach- und Rechtslage einer Überprüfung unterzogen werden.

Eine Regelung und insbesondere die Vorbereitung auf den Tag "X" sollte von jedem Unternehmer, sei dies vom kleinen Mittelständler oder Handwerksbetrieb, vorbereitet sein. Hierfür gibt es Checklisten, um auf diesen Fall vorbereitet zu sein. Oft sind nahe Angehörige selbst unter Einschaltung von Beratern vollkommen überfordert oder auch nicht mehr handlungsfähig, wenn etwa der Unternehmer, der im Regelfall alle Fäden in der Hand hielt, ganz überraschend verstirbt.

Verantwortungsvolle Unternehmer ziehen auch diesen Fall mit ins Kalkül und treffen entsprechende Vorbereitungen.

Wir sind in der Lage, Ihnen bei diesem Problem beratend und helfend zur Seite zu stehen und können für Sie geeignete Lösungsmodelle entwickeln, alleine oder zusammen mit anderen Beratern.


Die erbrechtliche Gestaltung im privaten Bereich


Es gibt eine gesetzliche Erbregelung. Der Gesetzgeber hat bei der gesetzlichen Erbfolge eine vom Grundsatz her gerechte Nachlasszuordnung geregelt. Dennoch gibt es immer wieder Fallkonstellationen, bei denen man von dieser gesetzlichen Erbfolge abweichen möchte.

Für diesen Fall bietet sich eine erbrechtliche Gestaltung durch ein privatschriftliches Testament, ein notarielles Testament oder eine erbrechtliche Verfügung durch ein Ehegattentestament bzw. einen Erbvertrag an.

Die Folgen derartiger Regelungen im Sinne von letztwilligen Verfügungen sind für den Einzelnen kaum durchschaubar. Selbst bei dem allzu beliebten Ehegattentestament gibt es immer falsche Vorstellungen und auch teilweise unliebsame Überraschungen. Eine solche letztwillige Verfügung muss sehr gut durchdacht und überlegt werden. Noch mehr gilt dieser Grundsatz beim Erbvertrag, weil man sich oft vertraglich bindet und von diesen Bindungen nur erschwert oder überhaupt nicht mehr loskommt.

Bevor man sich dafür entscheidet, eine testamentarische letztwillige Verfügung zu errichten, muss dies sehr gut überlegt, nach verschiedenen Seiten durchdacht, betrachtet und auch unter dem Gesichtspunkt errichtet werden "Kann ich mich von dieser Verfügung wieder einseitig lossagen oder kann ich sie ändern?"

Darüber hinaus ist es auch ratsam, sich gleichzeitig mit dem Schenkungs- und Erbschaftssteuergesetz auseinanderzusetzen und ggf. auch zu Lebzeiten bereits entsprechende Verfügungen oder Zuwendungen vorzunehmen.

Wir helfen Ihnen gerne, Sie bei Ihren diesbezüglichen zukünftigen Entscheidungen fachgerecht zu beraten und zu unterstützen.


Testamentsvollstreckung


Die Anordnung einer Testamentsvollstreckung durch den Erblasser kann insbesondere in den Fallgruppen sinnvoll und sachdienlich sein, bei denen der Streit über die Auseinandersetzung der Erbschaft vorprogrammiert ist, insbesondere wenn der Nachlass ein bedeutsamer Vermögenswert darstellt und wenn der Nachlass entsprechend bestimmter Quoten und sonstiger Auflagen und Anordnungen an verschiedene Erben aufzuteilen ist.

Durch die Anordnung einer Testamentsvollstreckung kann der Erblasser konkrete Anweisungen erteilen, die man üblicherweise nicht in einem Testament erteilt, weil sie dort als erbrechtliche Verfügung nichts zu suchen haben. Durch eine klare Anweisung und Vorgabe des Erblassers an den Testamentsvollstrecker, der am sinnvollsten auch bereits vom Erblasser bestimmt werden sollte, kann einen solchen Streit oder eine nachteilige Auseinandersetzung vermieden werden.

Der Erblasser kann dem Testamentsvollstrecker streng genommen einen ganzen Pflichtenkatalog aufgeben, den der Testamentsvollstrecker kurzfristig oder auch über einen längeren Zeitraum "abzuarbeiten" hat.

Eine Testamentsvollstreckung bietet sich auch in diesen Fällen an, in denen kein unbedeutendes Vermögen von dem Erben oder der Erbin hinterlassen wird, ohne dass direkte Angehörige oder nahe Verwandte in den Genuss des Nachlasses kommen und dieser dann nach einer entsprechenden Vorgabe zu verteilen ist. Also auch in den Fällen, in denen kein unbedeutender Nachlass hinterlassen wird und kein naher Angehöriger vorhanden ist, der dieses in die Wege leitet, empfiehlt sich die Testamentsvollstreckung. Der Testamentsvollstrecker hat dann alles, was mit dem Ableben und dem Nachlass zusammenhängt, abzuwickeln.