Steuer- und Steuerstrafrecht

Herr Dr. Hofmann berät Sie in allen steuerrechtlichen Fragen. Dazu gehört auch die Zusammenarbeit mit Ihrem Steuerberater, insbesondere die Vertretung

  • bei Betriebsprüfungen und Einspruchsverfahren gegenüber dem Finanzamt;
  • vor dem Finanzgericht und Bundesfinanzhof in Klage- und Aussetzungsverfahren;
    in Steuerstrafsachen;
  • bei der Erstellung von Gutachten für Haftpflichtversicherer, wenn Regresse gegen Steuerberater anstehen;
  • Mandatsübernahme in Haftpflichtprozessen gegen Steuerberater oder die Verteidigung von Steuerberatern gegen unberechtigte Inanspruchnahme;
  • Abwehr von Haftungsbescheiden des Finanzamtes gegenüber Geschäftsführern einer GmbH z. B. wegen Lohnsteuer, Umsatzsteuer oder Sozialversicherungsbeiträgen;
  • Geltendmachung von Steuerberaterhonoraren und die Abwehr von solchen Ansprüchen;
  • die Übernahme von Einkommensteuererklärungen;
  • die Fertigung von Übergabe- und Schenkungsverträgen unter Berücksichtigung der erbschaftssteuerlichen Gegebenheiten. In diesem Zusammenhang berät Sie Herr Dr. Hofmann auch in der Testamentsgestaltung, da diese auch häufig mit erbschaftssteuerlichen Fragestellungen verbunden ist.


Im Mittelpunkt stehen also Verfahren, die besondere juristische Kenntnisse bei der Klärung von steuerlichen, streitigen Detailfragen erfordern. Dazu gehört die Anerkennung bestimmter Betriebsausgaben oder die Zuweisung von Gewinnerhöhungen, insbesondere nach Betriebsprüfungen. Wichtig bei den Finanzgerichtsprozessen sind auch gute Kenntnisse des Verfahrensrechts sowie der Abgabenordnung.


Häufig wird auch gegen Firmeninhaber und Geschäftsführer nach Betriebsprüfungen wegen Steuerstraftaten vorgegangen, ggf. auch wegen Delikten wie Insolvenzverschleppung, verspätete Insolvenzanmeldung und Bankrott. Auch hier unterstützt Sie Herr Dr. Hofmann erfolgreich bei der strafrechtlichen Vertretung.

Vielen Steuerberatern ist es gerade recht, wenn bei Prozessverfahren noch ein weiterer sachkundiger Partner zur Seite steht, so dass kein Konkurrenzverhältnis entsteht.


Als Vereidigter Buchprüfer ist Herr Dr. Hofmann auch berechtigt, Prüfungsberichte nach der Makler- und Bauträgerverordnung gegenüber Behörden zu erstellen.


Populäre Steuerirrtümer

Wenn ich einen Beleg verloren habe, kann ich die Kosten steuerlich nicht mehr geltend machen.

Richtig ist, dass Werbungskosten oder Betriebsausgaben dem Finanzamt gegenüber nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen sind. Wenn eine Rechnung oder Quittung vorhanden ist, ist der Nachweis geführt. Geht ein solcher Beleg verloren, so können Sie sich in aller Regel beim Aussteller Ersatz besorgen.

Wenn jedoch ein Ersatzbeleg nicht beizubringen ist, können Sie versuchen, die Aufwendungen durch einen Eigenbeleg geltend zu machen.

Zur Geltendmachung eines Vorsteuerabzugs genügen Eigenbelege jedoch nicht. Hierfür müssen Sie immer im Besitz einer Originalrechnung bzw. Quittung sein, die allen Anforderungen des Umsatzsteuergesetzes entspricht.


Selbstanzeige bei nicht versteuerten Einnahmen

Bislang war es legal, nicht versteuerte Kapitaleinnahmen in Stufen offen zu legen. Man konnte z. B. die Kapitaleinnahmen in der Schweiz offen legen, das Ersparte in Luxemburg oder Liechtenstein jedoch zunächst weiter verschweigen. Diese sogenannte Teilselbstanzeige wird künftig nicht mehr akzeptiert. Neue gesetzliche Bestimmungen treten voraussichtlich Ende Mai 2011 in Kraft.

Bei einer hinterzogenen Summe von z. B. 50.000,00 € pro Jahr werden 5 % Strafzuschlag fällig, zusätzlich zu den ohnehin zu zahlenden 6 % Hinterziehungszinsen. Weiter wird auch die zeitliche Grenze für eine Selbstanzeige bei Unternehmern vorverlegt. Bislang war noch eine Selbstanzeige möglich, nachdem der Fiskus eine Betriebsprüfung angekündigt hat.

In Zukunft ist die Selbstanzeige zu spät, wenn eine Zustellung über den Prüftermin erfolgt ist. Weiterhin ist auf folgendes Urteil des BGH vom 14.12.2010 (NJW 2011, 1299) hinzuweisen:

Eine Strafbarkeit wegen vollendeter Steuerhinterziehung gem. § 370 I Nr. 1 AO auf Grund unrichtiger oder unvollständiger Angaben entfällt nicht deshalb, weil den zuständigen Finanzbehörden alle für die Steuerfestsetzung bedeutsamen Tatsachen bekannt waren und zudem sämtliche Beweismittel (§ 90 AO) bekannt und verfügbar waren.

Der BGH führt dazu aus, dass der Tatbestand der Steuerhinterziehung nach § 370 I Nr. 1 AO keine gelungene Täuschung des zuständigen Finanzbeamten voraussetzt. Der Betrugstatbestand und der Tatbestand der Steuerhinterziehung haben also unterschiedliche Voraussetzungen. Selbst wenn der zuständige Veranlagungsbeamte von allen für die Veranlagung bedeutsamen Tatsachen Kenntnis hat und zudem sämtliche Beweismittel bekannt und verfügbar sind, kann danach eine Steuerhinterziehung vorliegen.